|
Wir bauten unsere Antennen in einem relativ kleinen Gelände am Wasser auf. Für Kurzwelle installierten wir Vertikal-Antennen und eine inverted
Vee, während für 2- und 6 m Yagis aufgestellt wurden.
Wir begannen unsere Operation mit einem
5 kW-Generator, denn das Haus hatte keinen Stromanschluß. Allerdings erlebten wir beim Einschalten der Transceiver eine
böse Überraschung. Der Geräuschpegel war extrem hoch. Verursacht wurde er wohl durch Funkenüberschlag an einem der versalzten Hochspannungsisolatoren
irgendwo im Dorf.
Während des gesamten Aufenthaltes hatten wir mit dem Störpegel zu kämpfen, der auch nicht von den Noiseblankern der Radios abzustellen war. So mancher Anrufer hat sicherlich geflucht und gedacht, daß wir taub sein müssen, weil
keine Antwort von uns kam. Teilweise konnten wir nur Signale aufnehmen, die mit S7 oder stärker eintrafen. Mit unserem 6m-Beam konnten wir zwar die Richtung der Störung ausmachen, was uns
allerdings nicht viel half. Wir hatten natürlich keine Zeit, uns auf Störungssuche im Dorf zu begeben.
Nachdem wir einige Stunden mit unserem eigenen Aggregat in der Luft waren, bekamen wir Besuch von einem LKW des Stromversorgers der Insel. Zwei Mann eines Bautrupps schlossen uns "ohne wenn und aber" ans Elektrizitätsnetz an. Das
Ganze OHNE Zähler, also ein direkter Draht vom nächsten Strommast. Die
Störungen wurden davon in keiner Weise beeinträchtig, denn die Störquelle war weiter von uns entfernt.
Das Schiff, welches uns zur Insel transportierte,
war der gleiche Typ, der uns auch nach Tortuga und
Blanquilla brachte. So erübrigt sich also eine Vorstellung.
Ich glaube es gibt keine andere Marine auf der Welt, die regelmäßig Funkamateure
hunderte von Seemeilen auf abgelegene Inseln transportiert. Der Anlass ist der
Tag der Marine im Juli, und wir sind Bestandteil dieser Feierlichkeiten geworden. Also sei den Verantwortlichen an dieser Stelle gedankt! |